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31.03.2020

Drei Bäume für die Umwelt

Dieses Jahr steht die erste Rezertifizierung der MPS Steinen als Energieschule an. Die Mittelpunktschule hat es sich zum Ziel gesetzt, dass die Schülerinnen und Schüler auf jeder Stufe auch einmal ausserhalb des Unterrichts mit Energiethemen in Berührung kommen und möchte so eine nachhaltige Wirkung erreichen. Im Rahmen einer Projektwoche haben sich im vergangenen Herbst 20 Jugendliche überlegt, wie der ökologische Fussabdruck der Schule verkleinert werden könnte. Die Idee, Bäume zu pflanzen, ist nun in die Tat umgesetzt worden.

Es sind drei einheimische Felsenbirnen, für die sich die Schülerinnen und Schüler der MPS Steinen entschieden haben, weil diese Baumart viel CO2 bindet. Jährlich 12,5 Kilogramm, um genau zu sein. Die Idee ist einfach, funktioniert aber gut: Wenn Bäume wachsen, nehmen sie aus der Luft CO2 auf und bauen es in ihre Biomasse ein. Was im Holz gebunden ist, kann dem Klima nichts anhaben.

Infos wie diese mussten die Jugendlichen aber erst einmal recherchieren. In der Projektwoche haben sie deshalb jede Menge Daten gesammelt, auch über den eigenen Fussabdruck: Vom Transport über die Ernährung bis hin zum Energieverbrauch des Schulhauses. Die Auswertung hat ergeben, dass die MPS pro Jahr rund 257 Tonnen CO2 verbraucht. Das Gebäude benötigt nur einen Fünftel (dank Fernwärme und Solarenergie), viel stärker ins Gewicht fällt das Essen (51 Prozent).

Nebst der Baumpflanz-Aktion, die aufgrund des Coronavirus von der Gärtnerei alleine durchgeführt wurde, gehörten deshalb eine Sortimentsänderung des Pausenkioskes oder mehr Recycling-Angebote im Aussenbereich zu den Inputs. «Wir werden uns sicher auch diese Ideen noch genauer anschauen», sagt Matthias Hasler, Verantwortlicher Energieschule an der MPS Steinen.

Wichtig ist ihm aber vor allem, dass die Oberstufenschüler nicht nur alle paar Jahre im Rahmen eines grossen Events oder einer Projektwoche mit Energie- und Umweltthemen Kontakt haben. Es gibt deshalb auf jeder Stufe jährlich jeweils einen Workshop: Die Schülerinnen und Schüler besichtigen zum Beispiel die Agro Energie AG, die den Schwyzer Talkessel mit Fernwärme versorgt, lernen die Solaranlage auf dem eigenen Dach kennen oder erfahren, wie sie Food Waste reduzieren können.

Ganz nach dem Motto «steter Tropfen höhlt den Stein» ist Hasler überzeugt, dass so bei den Jugendlichen mehr davon hängenbleibt, wie sie ihren Alltag umweltverträglich gestalten können. Die drei Felsenbirnen haben denn, wenn man sie in Beziehung zur ganzen verursachten Menge Kohlenstoffdioxid setzt, vor allem einen symbolischen Wert. Als Gedankenstütze und als Zeichen der Nachhaltigkeit bieten die drei Bäume nun ein gemütliches Plätzchen auf dem Pausenplatz.